Open-Air-Jugendgottesdienst

Am Sonntag, den 13. Juni 2021, versammelte sich die Jugend aus dem Bezirk unter der alten Eiche im Garten der Schwarzenbeker Gemeinde, um gemeinsam einen Open-Air-Jugendgottesdienst zu feiern.

Auch wenn das Wetter nicht ganz so warm war, wie noch an den Werktagen zuvor, und die alte Eiche mächtig ihre Blätter im Wind rauschen ließ, kamen mehr Teilnehmer*innen zum Gottesdienst, als erwartet, sodass kurzfristig noch zusätzliche Stuhlreihen aufgebaut werden mussten. Glücklicherweise setzte kein Regen ein und das Vogelgezwitscher im Schwarzenbeker Gemeindegarten wurde hin und wieder von wärmenden Sonnenstrahlen begleitet, die sich ihren Weg durch die Wolkendecke bahnten.

Davon spürten die Teilnehmer*innen in den "digitalen Stuhlreihen" natürlich nichts, doch waren sie dankbar, dass sie dennoch an dem Gottesdienst via Zoom-Konferenz teilnehmen konnten.

Inhaltlich war die Temperatur ebenfalls Thema im Gottesdienst, durch den unser Bezirksvorsteher Andreas Schwesig führte. So ging es in dem Bibelwort und der von einem Jugendlichen vorgetragenen Lesung um die Gemeinde in Laodizea, die für ihre "lauwarme" Einstellung und den damit verbundenen Egoismus kritisiert wurde. Gott sage "JA" zur Individualität und zum Erfolg, aber eindeutig "NEIN" zum Egoismus und zur Selbstüberschätzung. Es sei wichtiger, das Gute zu tun, auch wenn man dabei vielleicht schlecht aussieht; anstatt gut auszusehen und dabei die guten Taten und das Wesentliche aus den Augen zu verlieren. "Lauwarm" sei außerdem ein Prozess des Werdens, wie Bezirksvorsteher Jörg Nielsen in seinem Mitdienen hinzufügte. Meist ein Übergang von warm zu kalt. Wo stehen wir persönlich? Sind wir warm oder eher im Begriff kalt zu werden?

Der Werdegang von warm nach kalt war zum Ende des Gottesdienstes auch bei dem/der ein oder anderen Gottesdienstteilnehmer*in deutlich am Körper zu spüren. Das tat der guten Stimmung aber keinen Abbruch. Größer war die Freude darüber, wieder in Präsenz zusammen kommen zu können und im Gottesdienst an frischer Luft - wenn auch mit Maske und Abstand - gemeinsam zu singen.

Wechsel in der Leitung des Bezirks-Jugendchores

Musik und das Singen war dann auch nach dem Gottesdienst nochmal das Stichwort: Lena Nielsen wurde als langjährige Jugendchordirigentin des Bezirkes verabschiedet. Zehn Jahre hat Lena den Jugendchor Hamburg-Ost, zuletzt zusammen mit Lea-Sharon Eberle, geleitet und dadurch viel Freude bewirkt. Nicht nur bei den jugendlichen Sänger*innen in den Gottesdiensten, sondern auch bei den Zuhörern, die den (Benefiz-)Konzerten des Jugendchores in den vergangenen Jahren lauschten. Denn eines kann Lena als Dirigentin besonders gut: den Sänger*innen beim Singen Freude vermitteln, welche sich dann ansteckend leicht von diesen auf das Publikum überträgt. Für dieses freudige Engagement, die Begeisterung, Energie, Zeit - und sicherlich auch für die herzliche Geduld mit den Sänger*innen an der ein oder anderen Probenstelle - waren und sind die vielen jugendlichen Sänger*innen über die Jahre hinweg sehr dankbar. Mitwirdende und Zuhörende stimmen Lenas Entscheidung, die Aufgabe der Jugendchorleitung vorerst allein Lea-Sharon zu überlassen, nur schweren Herzens zu.